St. Katharina v. Siena Katholische Kirche in Lindern

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Vertreterversammlung der Gemeindecaritas

Im Rahmen der Vertreterversammlung der Gemeindecaritas Lindern sprach Prälat Peter Kossen zu ca. 40 Vertretern der örtlichen sozialen Dienste, Gruppen und Initiativen zum Thema:  „Barmherzigkeit ist Gottes Art, gerecht zu sein – Gedanken zum Jahr der Barmherzigkeit.“

Foto: Willi Kock

In seinen Ausführungen zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das von Papst Franziskus ausgerufen wurde, stellte Prälat Kossen die Wichtigkeit des Miteinanders auf Augenhöhe heraus. Nicht von oben herab kann Hilfe und Barmherzigkeit gelingen. Sie gelingt, wenn der Hilfe suchende Mensch seine Selbstachtung wiedererlangt. Neben den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit gibt es die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit. Eines dieser geistigen Werke ist: Irrende zurechtweisen. Hier stellte Kossen die Frage, ob wir uns das heute überhaupt noch trauen, oder ob nicht jeder so leben solle, wie er will. Ist es uns egal?
Ein weiterer Aspekt in seinem Vortrag war, dass Barmherzigkeit auch bedeutet, zuweilen unbequem und rebellisch zu sein, unbequeme Fragen zu stellen, warum Probleme da sind und nicht nur sie zu mildern. Kirchen sind nicht der Reparaturbetrieb der Gesellschaft. Barmherzigkeit, biblisch verstanden, ist in hohem Maße politisch.
Barmherzigkeit war und ist kein christliches Alleinstellungsmerkmal, allerdings sollte es ein Erkennungsmerkmal sein für die christlichen Kirchen. Abschließend stellte Prälat Kossen heraus, dass die Umkehr eines Menschen besonders durch Zutrauen und durch die Anerkennung und Liebe geschieht, nach der sich jeder Mensch sehnt und die Jesus schenkt: bedingungslos, unendlich und gratis.

Foto: H. Käter

Pfarrer Thomas Mappilaparambil und Frau Gertrud Tönnies, Vorsitzende der Gemeindecaritas Lindern, bedankten sich bei Prälat Kossen für diesen sehr eindrucksvollen Vortrag.
Anschließend berichteten die ca. 20 Gruppen aus ihrer derzeitigen Arbeit. Hier reicht der Bogen vom ehrenamtlichen Fahrdienst über die Arbeit des DRK, der Sozialstation bis hin zum Reparaturcafé und der jährlichen Weihnachtswunschaktion, um nur einige zu nennen.
Die jährliche Versammlung zeigte wieder einmal, wie hoch das soziale Engagement in Lindern verankert ist.