St. Katharina v. Siena Katholische Kirche in Lindern

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KITA St.Michael Lindern feiert 50-jähriges Jubiläum

Fotos: H. Käter

Die Kinder bringen zum Start der Aufführung eine Richtkrone

Mit viel Liebe zum Detail hatten die Mitarbeiterinnen dieses wunderbare Fest vorbereitet. Vor 50 Jahre wurde der Kindergarten St. Michael in Lindern eingeweiht. Seitdem ist das Angebot stetig gewachsen. Neue Angebote im Ganztagsbereich und auch die Betreuung der ganz kleinen Kinder in der Kindertagesstätte brachten so machen An und Umbau mit sich. Bereits am Vormittag trafen sich alle, die in den vergangenen 50 Jahren mit und im Kindergarten gearbeitet haben. Dazu gehören auch die ehemalige Leiterin Schwester Helgard sowie Pastor Fischer.
Heute wurde nun das 50 jährige Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Viele Kinder (aktuelle, zukünftige und ehemalige), Eltern und Großeltern, Freunde und Bekannte und viele Leute aus der Gemeinde sind gekommen, um dieses Fest zu feiern. So manch einer staunte doch sehr angesichts der großen Veränderungen. „Schau mal: Hier war meine Gruppe früher“ erzählten einige der Besucher ganz stolz. Ja, da kommt schon etwas Neid auf, denn die Autorin dieses Artikels wurde genau zum Zeitpunkt der Eröffnung in die erste Klasse eingeschult?. Viele der anwesenden jungen Eltern - und sogar auch einige Großeltern - sind selbst hier in diesen Räumlichkeiten auf die Welt und das Leben draußen vorbereitet worden.

Nach einer kleinen Andacht, die von den Mitarbeiterinnen, einigen Kindern und Eltern mitgestaltet wurde, erfolgten die einige Grußworte von den offiziellen Vertretern:
Pastor Thomas und Bürgermeister Karsten Hage brachten Glückwünsche und auch ein Geschenk mit, das von Monika Windt - der derzeitigen Leiterin der Einrichtung - angenommen wurde. Pastor Thomas fasst die Bedeutung und die Geschichte des Kindergartens für die positive Entwicklung der Kinder noch einmal heraus.

Pastor Thomas -Monika Windt (derzeitige Leiterin der KITA) - Bürgermeister Kartsen Hage

Pastor Thomas erzählt von der Bedeutung der Kindertagesstätte für die Entwicklung der Kinder.

Der Text von Pastor Thomas ist so schön, dass er hier noch einmal im Original abgedruckt wird.
Liebe Kinder, liebe Erzieherinnen, liebe Eltern, liebe Schwestern und Brüder,
Es ist mir eine große Freude, zum 50-jährigen Bestehen des Kindergartens St. Michael Lindern die Grüße und Glückwünsche überbringen zu dürfen.
 Dieses Jubiläum gibt Anlass zu Worten des Dankes und der Anerkennung. Ein Dank natürlich zuerst einmal an diejenigen, welche vor 50 Jahren beim Träger diese wichtige und gute Entscheidung für einen Kindergarten in Lindern getroffen haben.
Meine besondere Wertschätzung verdienen aber vor allem die Erzieherinnen; die von damals, die aus 50 Jahren und die von heute. Die Erziehung von Kindern ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, der man sich hier seit 50 Jahren tagtäglich mit Erfolg stellt. Dabei haben sich die Anforderungen, gerade in den letzten 20Jahren, stetig verändert und sind größer und schwieriger geworden. Eine Weiter-Entwicklung der Kindergartenarbeit hat ja über die gesamten 50 Jahre stattgefunden -der Kindergarten in den 80ern war schon ganz anders als Anfang der 60er Jahre. Doch die Geschwindigkeit der letzten Jahre ist schon rasant geworden. Es ist auch für die Träger, erst recht aber für die Erzieherinnen nicht einfach, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, dem neuen Anforderungsprofil aber auch den Erwartungen der Gesellschaft tagtäglich gerecht zu werden.
Zweijährige, Einjährige, Windeln wechseln, Mittagessen, Schulvorbereitung - das alles hat sich in seinem ganzen Wesen verändert. Aber eins ist geblieben. Die Erzieherinnen waren und sind neben Eltern und Großeltern die wichtigsten
Bezugspersonen in den ersten Lebensjahren. Denn alle haben dasselbe Ziel, den Kindern durch Entwicklung einer eigenen starken Persönlichkeit den Weg im Leben zu erleichtern. Im Kindergarten erlernen die Kinder den regelmäßigen Umgang mit anderen Kindern - was in der Kleinfamilie gar nicht mehr möglich ist- hier werden spielerisch ihre Talente gefördert und ihre Fähigkeiten entfaltet. Spielerisch wird die Neugier geweckt und Wissen vermittelt.
Letztlich ist der Kindergarten ein soziales Kompetenzzentrum. Bei ihren Erzieherinnen erfahren unsere Kinder aber auch wie im Elternhaus Geborgenheit und Sicherheit, erlernen dadurch Selbstbewusstsein und werden zu eigenen Persönlichkeiten.
Liebe Gemeinde, liebe Eltern, dieser Kindergarten ist viel mehr als eine Stätte, wo Kinder morgens abgegeben werden, wo sie essen, trinken und spielen können.
Dieser Kindergarten ist ein Hort, eine Herberge, wo neben der Entwicklung unserer Kinder die Geborgenheit eine ganz große Rolle spielt.
Jedes Kind wird von Ihnen, den Erzieherinnen, als Individuum gesehen und in seiner Persönlichkeit so angenommen, wie es ist. Und jeden Morgen wird es, egal in welcher Verfassung es gerade ist – ob voller Freude, Trauer, Angst oder manchmal sicher auch Wut – erst einmal herzlich begrüßt und sicher auch in den Arm genommen.
Die Arme, die unsere Kinder in diesem Kindergarten umgeben, sind Arme, die Geborgenheit, Schutz, Wärme und Angenommen sein ausdrücken. Und unter diesen Vorzeichen ist es einem Kind möglich, sich angstfrei zu entwickeln, seine in ihm angelegten Fähigkeiten reifen zu lassen und zu dem Menschen zu werden, zu dem Gott ihn berufen hat.
Heute ist der 50jährige Geburtstag dieser wunderbaren Stätte, und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, einer jeden von Ihnen, die hier arbeiten, meinen ganz herzlichen Dank für Ihre Arbeit auszusprechen.
Ihr, liebe Kinder, habt ganz tolle Erzieherinnen, und ich habe etwas mitgebracht, womit Ihr ihnen heute euren Dank zeichenhaft aussprechen könnt.
Ich bitte nun 22 Kinder nach vorne zu kommen – da zähle ich einfach mal ab. Ihr erhaltet nun eine Rose, für die Sie, liebe Erzieherinnen, nun auch einmal zu mir kommen sollen.
Mein Dank an alle, die sich vor 50 Jahren auf den Weg gemacht und an alle, die den Kindergarten seitdem geprägt haben. Wir alle hoffen, dass der Kindergarten hier in Lindern noch viele Jubiläen in so gutem Zustand erleben wird.
Ihnen allen mein herzliches Vergelts`s Gott und weiterhin viel Freude in der Begleitung unserer Kinder!       
Alles Gute für die Zukunft und herzlichen Dank!

Inge Gerdes überreicht Blumen an die Erzieherinnen.

Und dann wurde es bunt: Die Kindergartenkinder hatte mit tollen Kostümen und Showeinlagen eine Zeitreise einstudiert. Auf der Bühne erschienen kleine Punker, Hiphopper, Dancing-Queens, Hippies und weitere skurrile Erscheinungen. Mit passenden Requisiten verdeutlichten sie die technischen Entwicklungen: die Erfindung des Handys, die Mondlandung, Computer. Auch sportliche Weltereignisse durften nicht fehlen wie z.B. die verschiedenen Fußball-Weltmeisterschaften. Sogar der Berliner Mauerbau und sie Wiederöffnung der Grenze zwischen Deutschland und Deutschland wurde sehr effektvoll dargestellt.
Nach der tollen Show erhielten dann die Erzieherinnen als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz von Inge Gerdes eine Rose.
Da kann man sich nur anschließen. Das ist eine tolle Einrichtung in der mit Herzblut und viel Liebe für die Kleinsten in unsrer Gemeinde gearbeitet wird.
DANKE!!!

Pastor Thomas und Bürgermeister Kartsten Hage mit Lebensgefährtin verfolgen gespannt die Aufführung der Jungen und Mädchen.

 

Der ehemalige Pfarrer Ludger Fischer (jetzt Saterland) ist gerne an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückgekommen. Er verbindet viele schöne Erlebnisse mit diesem Ort. Dies gilt auch für Wilhelm Schute, der selbst einige Jahre seiner Kinheit in diesem Kindergarten verbracht hatund nun im Vorstand des Pfarreirates u.a. auch auf das Wohl des Kindergartens achtet. Beide habe sehr gute Erinnerungen an diesen Ort.

Pastor Ludger Fischer und Wilhelm Schute sind begeistert.