St. Katharina v. Siena Katholische Kirche in Lindern

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Arbeit am Pastoralplan beginnt

Erste Phase beginnt mit Gesprächen in den Bauernschaften


In den kommenden Wochen lädt die Katholische Kirchengemeinde St. Katharina Lindern in den einzelnen Ortsteilen und Bauerschaften zu Gesprächen über die Zukunft der Pfarrei ein. Der Pfarreirat wird einen Pastoralplan für die Kirchengemeinde St. Katharina erarbeiten, der die Grundlinien der Pastoral für die kommenden Jahre beschreibt. Das erste dieser Gespräche findet für die Bauerschaft Garen/Marren am 01. Februar 2016 um 20.00 Uhr in der Schützenhalle in Garen statt. Bereits Ende des letzten Jahres gab es erste Gespräche zwi-schen der Pfarrei und den Ortsvertretern. »Wir freuen uns sehr, über die Bereitschaft der Ortsvorsteher unsere Idee zu unterstützen«, sagt Pastor Thomas.

Bereits am 1. März 2013 hat der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn einen Pastoralplan für das gesamte Bistum Münster in Kraft gesetzt. Dieser Plan war vom Diözesanpastoralrat in vielen Gesprächen mit Gremien, Gruppen und Einzelpersonen vorbereitet worden. Der Pastoralplan des Bistums stellt einen verbindlichen Rahmen für die Seelsorge in den kommen-den Jahren zur Verfügung. Nun sind die Pfarreien aufgerufen, »lokale« Pastoralpläne zu er-stellen. »Ziel des Pastoralplanes ist es, neu zu überlegen, wie wir heute Gemeinde sein kön-nen. Genauer gesagt, welche Schwerpunktsetzungen notwendig sind, damit wir zukünftig noch mehr eine Gemeinde für die Menschen und ihre Anliegen sein können«, sagt Pastoralreferentin Kerstin Kröger und ergänzt: »Wichtig ist dabei auch, die vorhandenen Ressourcen, wie Räumlichkeiten, ehrenamtliches Engagement, hauptamtliches Personal und anderes mehr, gut und sinnvoll einzusetzen«.

Der Pfarreirat St. Katharina hat eine »Steuerungsgruppe« bestimmt, die den Prozess zur Er-stellung des Planes leitet, moderiert und dafür Sorge trägt, dass dieser Plan für die in realis-tischer Weise erstellt wird. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Erwald Kuin, Gerd von Grönheim und Kerstin Kröger.

Sehen – Urteilen – Handeln – Entscheiden: Entlang dieser Schrittfolge soll der Plan für St. Katharina entwickelt und später auch veröffentlicht werden. Die nun anstehenden Gespräche in den Ortsteilen und Bauernschaften gehören zum ersten Schritt. Der Pfarreirat möchte hören, was Menschen in Lindern über die Pfarrei als Kirche vor Ort denken. Was wünschen Sie sich für die Zukunft und welche Aufgaben werden für die Gemeinde in der Zukunft gese-hen sehen. »Uns erscheint es notwendig und hilfreich miteinander ins Gespräch zu kommen, damit wir wirklich gut für die Zukunft planen können«, erklärt Gerd von Grönheim das Vor-haben. Letztlich geht es auch darum, Einschätzungen zu bekommen, welche Kräfte und Be-gabungen zukünftig zur Verfügung stehen.

»Wir möchten möglichst viele Gemeindemitglieder beteiligen. Damit meinen wir Menschen, die sich uns sehr verbunden fühlen. Herzlich sind aber auch diejenigen eingeladen, die eher einen kritischen Blick auf uns haben oder aber auch enttäuscht wurden.« ergänzt Erwald Kuin von der Steuerungsgruppe. 

www.pastoralplan-bistum-muenster.de/sonderseiten/start/

 Pastoralplan kurz und knapp – eine Orientierungshilfe

  • Mit dem Pastoralplan hat sich das Bistum Münster einen verbindlichen Rahmen für die Seelsorge in den kommenden Jahren gegeben.
  • Bischof Dr. Felix Genn hat am 1. März 2013 den Pastoralplan für das Bistum Münster in Kraft gesetzt. Er wurde im Diözesanrat entwickelt, diskutiert und verabschiedet und entstand im Austausch und in Kooperation mit vielen Einzelpersonen, Gruppen und Gremien.
  • Jede Pfarrei im Bistum Münster entwickelt einen Lokalen Pastoralplan für die eigene Pfarrei. Der Lokale Pastoralplan orientiert die Pastoral für die kommenden Jahre und gibt Auskunft über grundlegende Entscheidungen.
  • Dabei folgt sie der Logik des Dreischrittes: Sehen – Urteilen – Handeln. Das heißt: Aus der Wahrnehmung der Wirklichkeit werden Entscheidungen für zukünftige Schwerpunkte abgeleitet.
  • Der Pastoralplan für das Bistum Münster beschreibt zentrale Haltungen und theologische Grundpositionen. Diese sollen die Pastoral im Bistum Münster auf allen Ebenen prägen und gestalten.
  • Diese Grundhaltungen sind: Charismenorientierung, Partizipation, Ressourcenorientierung, Sozialraumorientierung, Pastoralplanung als geistlicher Prozess.
  • Der Pastoralplan für das Bistum Münster benennt ein Grundanliegen und vier Optionen der Pastoral, die sowohl für die Bistumsebene als auch für die Pfarreien handlungsleitend sein sollen. Dies bedeutet nicht, dass alle Pfarreien sich gleichermaßen an den Optionen und dem Grundanliegen auszurichten haben. Der Lokale Pastoralplan soll deutlich werden lassen, dass hierzu eine Auseinandersetzung stattgefunden hat, deren Ergebnis und Konsequenz je nach Situation vor Ort sehr unterschiedlich sein kann.
  • Im Bistum Münster gilt zukünftig, noch stärker als bisher die Devise: Die Verwaltung folgt der Pastoral. Gemeint ist hiermit, das zukünftig größere Investitionen im Kontext von Personal und Immobilien einer Pfarrei sowie die Ausstattung mit zusätzlichen finanziellen Ressourcen auf der Basis der vor Ort gemeinsam entwickelten pastoralen Leitlinien entschieden werden.


Auszug aus: Orientierungshilfe zur Erarbeitung eines lokalen Pastoralplanes
Quelle: http://www.pastoralplan-bistum-muenster.de/fileadmin/user_upload/pastoralplan/downloads/
2015/Material/15-06-01_Orientierungshilfe_zur_Erarbeitung_eines_lokalen_Pastoralplanes.pdf