St. Katharina v. Siena Katholische Kirche in Lindern

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Was für eine Nacht in Katharina.

Am Freitag den 03.März 2017 trafen sich ca. 56 Kinder mit ihren Vätern im Rahmen von »angeknüpft«,  gegen 21.00 Uhr zu einer geheimnisvollen, aufregenden und sicherlich auch informativen Veranstaltung in der dunklen, nur spärlich von Kerzen beleuchteten Kirche St. Katharina in Lindern.
Alle sind aufgeregt, neugierig und können nur mühsam ihre Ungeduld zügeln. Doch rein kommt erstmal keiner. Als erstes werden draußen vor der Kirche alle Herzlich Willkommen geheißen. Von Müdigkeit ist nichts zu spüren, nur die Spannung  lässt das Herzklopfen fast hörbar werden.
Pastoralassistentin Tanja Gamers erzählt einiges Wissenswerte rund um die Kirche und stellt Fragen, die manchmal die Väter aber auch die Kinder super beantworten.  Toll…, alle machen mit.
Nach 15 Minuten ist es endlich soweit und die große, schwere Kirchentür öffnet sich. Die Jungen und Mädchen, aber auch die Väter gehen ruhig und aufmerksam, den langen Gang bis nach vorne. Man könnte eine Stecknadel fallen hören, so still ist es und so bewusst nehmen alle diesen besonderen Augenblick in sich auf.
Die Atmosphäre ist etwas ganz besonderes, vielleicht so gar ein klitzekleines bisschen gruselig. Und siehe da, die guten Geister Trine und Pastor Vossing wundern sich zu dieser späten Stunde, über den Besuch in ihrer Kirche. Mit viel Charme und Humor erzählen sie allen, wie dieser Bau vor über 150 Jahren mit viel Engagement der Bürger aus Lindern verwirklicht werden konnte und wie das Leben in diesem Landstrich, zu dieser Zeit, gelebt wurde. Verena Elbers als Trine und Franz Käter als Pastor Vossing haben wieder einmal mehr ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt und wurden mit großem Applaus verabschiedet.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an die Beiden.
Doch jetzt kommt Leben in die Kirche, nach Herzenslust wird geforscht und experimentiert. Es gibt viel zu Entdecken. Nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, wird alles ausprobiert, was das Team um Tanja Gamers vorbereitet hat.
Haben sie schon einmal verschiedenen Weihrauch getestet? In dieser Nacht wurde geräuchert, was das Zeug hält. An drei Stationen in der Kirche konnten unterschiedliche Körnungen und Düfte wahrgenommen werden.
Gerne wurde auch im Altarraum auf einem Teppich mit vielen Kissen gehimmelt. Ein ganz neues Gefühl für beide Seiten. Mit der Taschenlampe kann alles angestrahlt werden, der Hochaltar, die Fenster, die Decke und und und…. Ein erstaunter Vater spricht aus, was wahrscheinlich viele Väter denken, „So etwas, war zu unserer Zeit nicht möglich. Toll, das es jetzt anders ist.“
Aber damit nicht genug, noch vieles mehr wurde unter die Lupe genommen. Wie lang und wie breit ist eigentlich die Kirche? Um diese Frage beantworten zu können, wurde die Kirche in alle Richtungen vermessen. Selbst die Deckenhöhe konnte mittels eines Helium Ballons errechnet werden. Für manche gab es da eine interessante Überraschung, in Bezug auf die geschätzte Höhe. Aber verraten wird hier natürlich nichts.
Auf Spurensuche durften die Kinder mit nur unzureichend fotografierten  Bildausschnitten gehen. Ein riesen Spaß, aber gar nicht so einfach.
Haben sie die Kirche eigentlich schon einmal Blind ertastet und sich von jemand führen lassen? Nein? Für diese Station haben die Kinder ihr ganzes Vertrauen in sich selbst gesteckt und in den Menschen, der sie geleitet hat. Eine tolle Verbindung zu dem was wir auch mit Gott immer wieder erleben können.
Ein ganz besonderes Highlight, aber war die Besichtigung des Gewölbes. Mit Maria Bruns unserer tollen Küsterin ging es viele Stufen nach oben. Auf schmalen Stegen gelangt man in diesen sonst gar nicht zugänglichen Bereich der Kirche. Hier gibt es sogar Fledermäuse, aber auch andere interessante Dinge zu entdecken. Maria beantwortete geduldig alle Fragen und erzählte viel über diesen interessanten Ort hoch über Lindern. Für alle eine unvergessliche Erfahrung.
An der Station »Ich war dabei«, konnten zu guter Letzt alle Kinder ihren Handabdruck und ihren Namen hinterlassen.
Um ca. 22.45 Uhr ist es Zeit nach Hause zu gehen. Nach einem Gebet und Guten Wünschen zur Nacht ist ein aufregender Besuch in der Kirche St. Katharina zu Ende. Alle Kinder sind jetzt müde und auch bei den Vätern kann man durchaus kleinere Augen feststellen. Ob vom vielen Weihrauch oder von der Anstrengung, konnte nicht beantwortet werden.